UNSERE STIMME ZÄHLT
BÜRGERINITIATIVE GURGLTAL, AUSSERFERN & MIEMINGER PLATEAU
Wir sind viele – und wir sind aktiv.
In Nord- und Südtirol haben Menschen begonnen, sich gegen immer mehr Verkehr zu wehren. Persönlich, sichtbar und mit klarer Haltung.
Allein in Nassereith und Tarrenz haben über 1.500 Menschen ihre Unterstützung für die Bürgerinitiative schriftlich erklärt.
Weiters haben mehr als 5.000 Menschen die Unterschriftenaktion des Transitforums persönlich und auf Papier unterzeichnet.
Seit März 2024 engagieren wir uns intensiv als Gruppe von Bürgern – meist im direkten Gespräch.
Als Bürgerinitiative haben wir zahlreiche offizielle Gespräche geführt:
mit dem Bürgermeister von Nassereith, weil er trotz 95% Ablehnung den Ausbau fördert
mit Bürgermeistern des Planungsverbandes Reutte und des Allgäu
mit Landeshauptmann Anton Mattle, der die Bevölkerung wo anders schützen möchte als an der B179
mit den Landesräten Geisler und Zumtobel, weil sie die politische Hauptverantwortung tragen
mit der Landesumweltanwaltschaft, die offiziell kein Projekt oder gar Planungsunterlagen kennt
in der Umweltabteilung des Landes, die keine UVP erforderlich sieht
mit der Wirtschaftskammer Imst, die Zahlen verharmlost und keinerlei Einschränkungen für den (Schwer-)Verkehr möchte
mit dem Tourismusverband Imst, der lieber den Vermietern die Mehrkosten ihrer Gäste zumutet als die Stimme gegen seine Geldquelle erhebt.
Wir sind respektvoll aufgetreten – doch was wir erlebt haben, war oft Abwehr, Abhängigkeit und Ausweichen. Statt ehrlicher Auseinandersetzung:
Berufung auf „übergeordnete Interessen“
Verweis auf vermeintlich „essenzielle LKW für die Regionalwirtschaft“
Schönreden mit Aussagen wie:
„Der Verkehr wird nicht zunehmen“
„Der Fernpass ist derzeit zu gefährlich“
„Ohne Ausbau gibt es keine Verkehrssicherheit“
„Ohne Ausbau gibt es keine Versorgungssicherheit des Außerferns“
Die Unwissenheit von Beamten, vor allem aber von Politikern und Funktionären in vielen Detailfragen zum Ausbau hat uns teilweise sprachlos zurück gelassen.
Die Wahrheit ist eine andere:
Die einzig wirklich wahrnehmbare Motivation der Verantwortungsträger scheint die Aussicht auf Geldströme für das Land Tirol, für einzelne Gemeinden, für Planer, Bauunternehmen und Projektträger zu sein – nicht die Verantwortung für unseren Lebensraum.
Wir sind bei vielen Gelegenheiten und in verschiedenen Formaten als Bürgerinitiative aufgetreten und bekommen immer wieder enormen Zuspruch aus der Bevölkerung, die den Ausbau des Fernpass' nahezu ausschließlich als zusätzliche Belastung empfindet.
Hilf mit und engagiere Dich mit uns!
Jede Person in unserem Team ist engagiert, wir sind unabhängig, vor allem frei von Parteipolitik – und wir alle teilen die gleichen Werte.
Wir teilen nicht die Argumente
der Tiroler Landesregierung:
Damit argumentiert die Tiroler Landesregierung
1. „Der Fernpasstunnel ist ein reines Sicherheitsprojekt, kein Ausbau."
2. „Der Verkehr wird nicht wesentlich zunehmen, Push- und Pull-Effekte halten sich die Waage.“
3. „Die 7,5-Tonnen-Beschränkung bleibt bestehen.“
4. „Es handelt sich um eine Maßnahme zur Verkehrssicherheit.“
5. „Die Maut soll nur den Streckenerhalt finanzieren.“
6. „Es werden Lärmschutzmaßnahmen und Begleitprojekte umgesetzt.“
7. „Der Ausbau des öffentlichen Verkehrs wurde verstärkt.“
8. „Eine echte Alternative zum Tunnel gibt es nicht.“
9. „Die Bevölkerung wird entlastet.“
10 „Die Gemeinden wurden eingebunden.“
So sehen wir in der Initiative die Sachlage:
1. „Zwei Spuren im Tunnel bergwärts, reduzierte Steigung und neue Streckenführung führen zusätzlich zur bestehenden Passstraße klar zum Ausbau.“
2. „Die neue, erleichterte Route wird mehr Verkehr anziehen. So stieg die Anzahl der KFZ von 3,4 Mio in 1994 auf 5,5 Mio 2024.
3. „Der Ziel- und Quellverkehr ist so weit gefasst, dass faktisch kaum Einschränkung besteht. Kontrollierbar sind Angaben das Ausland betreffend ohnehin nicht. Die Aussage des Landes ist vor allem deshalb unseriös, weil die Entscheidung beim EuGH fallen würde.“
4. „Sicherheit wird als Argument für Ausbau verwendet – obwohl neue Strecken erfahrungsgemäß mehr Verkehr bringen.“
5. „Die Maut ist ein Geschäftsmodell, keine Steuerungsmaßnahme – mit Rückvergütung nur an außerferner Haushalte (ohne Garantie).“
6. „Solche Maßnahmen sind nicht geeignet, die Zerstörung des Lebensraums aufzuwiegen.“
7. „Busausbau hilft nicht gegen das Grundproblem mangelnder Schienenanbindung und struktureller Benachteiligung.“
8. „Es gibt keine Alternativenprüfung, keine Vergleichsstudien, keine Strategie jenseits des Tunnels.“
9. „Der Fernpasstunnel bedeutet keine Entlastung, sondern eine Verstärkung der Transitroute mitten durch unseren Lebensraum und einige Dörfer.“
10. „Beteiligung war Scheinbeteiligung, Kritik wurde ignoriert, Einwände systematisch abgeschwächt.“