AUSSERFERN
Vorwort
Werte AußerfernerInnen, GurgeltalerInnen und MiemingerInnen!
Im Jänner 2024 verkündete die Landesregierung (ÖVP und SPÖ) in Ehrwald großmundig das Fernpasspaket, welches der Transitbevölkerung (Außerfern, Gurgltal, Mieminger Plateau) w e n i g e r Verkehr und m e h r Sicherheit bringen soll und den AußerfernerInnen über die sogenannte Nabelschnur bessere Versorgungs-sicherheit garantieren soll. Da die Landeskasse leer war, erfanden sie die Maut für den Scheiteltunnel. Wegen EU-Gleichheit müssen natürlich auch die Tiroler und Österreicher und besonders die Außerferner beim Passieren des Fernpasses Maut bezahlen. Allerdings erhalten die Außerferner Mautgutscheine in Form von Wirtschaftsförderung. Die übrigen Tiroler erhalten diese Förderung nicht. Hier gibt es k e i n e TIROL- Gleichheit.
All diese Argumente dienten dazu, um die Bevölkerung zu beruhigen. In Wahrheit ist das der Beginn des Ausbaues des Fernpasses, dessen Auslöser die 2. Röhre des Lermooser Tunnels war. Augenscheinlich handelt es sich um ein grob fahrlässiges Versäumnis der Landesregierungen (ohne Konsequenzen), da sie eher bewusst als unbewusst den Lermooser Tunnel nicht zeitgerecht sanierten, um den Bau der 2. Röhre nun zu rechtfertigen. Seit mehreren Jahren ist die Sanierung bekannt und trotzdem wurde keine finanzielle Vorsorge getroffen. Mangelndes Geld macht erfinderisch. So wurde der Scheiteltunnel zum Mautkassieren erfunden.
Um ihre Märchen zu erzählen und uns glaubhaft machen zu wollen, bedienten sie sich sogenannter externe Fachleute oder genauer gesagt externe Gutachter, hinter denen sie sich verstecken. Nach dem Motto – „Wir können nichts dafür, wir haben uns auf die Gutachter verlassen. Irgendetwas müssen wir ja glauben.“ In Wahrheit entscheidet über das Fahrverbot samt 7,5 Tonnenlimit im Falle einer Klage der Europäische Gerichtshof.
We are not for sale!
Die Außerfernförderung oder genannt „Mautgutschein“
Sie wollen sich vom Land Tirol nicht kaufen lassen und wollen doch Gutes tun?
Dann nehmen Sie den Gutschein an, schenken ihn auf gar keinen Fall dem Land Tirol, lösen ihn ein und spenden den Wert im Gegenzug für eine soziale Sache oder für den Widerstand gegen das Fernpasspaket und unterstützen und stärken somit auch die Arbeit der
Bürgerinitiative Lebensraum Gurgltal Außerfern Mieminger Plateau.
Konto: Initiative Lebensraum AT27 2050 2000 0237 9170
oder an den Paulusladen AT26 2050 9000 0014 6407. Im Paulusladen können alle „Berechtigten“ des Bezirkes Reutte einkaufen (Berechtigungsformular im Paulusladen). Homepage vom Paulusladen - www.paulusladen.at, oder Sie spenden an eine andere soziale Einrichtung Ihrer Wahl aus ihrer Region.
Damit haben sie sich moralisch nicht kaufen lassen.
Als Verwendungszweck bitte angeben: Ich lass mich nicht kaufen
Hinweis: Es werden keine Spendenbestätigungen ausgestellt.
Bürgerinitiative Lebensraum Gurgltal Außerfern Mieminger Plateau
Leserbrief zum Artikel – Sonderförderung heftig umstritten (MEINBEZIRK)
Hans Dreier Weißenbach 14.02.2026
Mautersatzgutscheine und die Beruhigungspillen-Vernebelungs-Agentur
Um den AußerfernerInnen das Fernpasspaket schmackhaft zu machen, setzte das Land Tirol die Beruhigungspillen—Vernebelungs-Agentur ein, welche uns um ca. 90.000.- Euro Steuergeld erklären soll, dass wir wegen der geographischen Sonderlage (Maut am Fernpaß) wirtschaftlich benachteiligt sind. Um die wirtschaftlichen Nachteile noch besser argumentieren zu können und die Außerferner AutofahrerInnen noch schlechter zu stellen, installiert das Land nun am Fernpass noch zusätzlich eine Maut für die AußerfernerInnen.
Wurde zu Beginn noch von Ersatzgutscheinen für die Maut gesprochen, so heißt es jetzt „Sonderförderprogramm für das Außerfern“. Wegen der EU darf oder soll man ja das Wort „Mautgutscheine„ nicht mehr in den Mund nehmen. Übrigens heißt es jetzt im rechtlichen Sinn – frei verwendbare Gutscheine – weil es anscheinend auch nicht als Geld gelten darf. Es muss alles verschleiert und vernebelt dargestellt werden.
Im Rahmen des bestehenden und erst 2024 verlängerten Sonderförderprogramm Naturparkregion Lechtal-Reutte (ohne Tannheimer Tal und Zwischentoren) gibt es jetzt zusätzlich und gekoppelt an dieses das Sonderförderprogramm für das gesamte Außerfern - die Außerfern-Mautersatzförderung. Das heißt, wenn das normale Programm 2034 ausläuft, läuft auch die Mautersatzförderung aus. Damit ist diese Mautersatzförderung zeitlich begrenzt und rechtlich nicht auf Dauer gesichert. Ob es dann verlängert wird, steht in den Sternen. Es heißt, nach Ablauf „KÖNNTE“ das Programm fortgeführt werden. Budgetabhängig also ein großes Risiko für die Außerferner AutofahrerInnen.
Das Ziel sei es, die Wirtschaft anzukurbeln und strukturelle Nachteile (Maut am Fernpaß?) auszugleichen. Gleichzeitig heißt es, dass die Förderung bewusst nicht bei den einzelnen Unternehmen ansetzt sondern bei den Haushalten. Wie jetzt? Förderung für die Unter-nehmen oder für die Haushalte? Die Vernebelungs-Agentur weiß es selbst nicht so recht. Strukturell ist das Öffi-Angebot abseits des Zentralraumes für die Masse nicht wirklich nutzbar. Somit sind in einem Außerferner Haushalt zwei ja sogar drei Autos ein Muss. Aber nicht jeder der drei Autobesitzer bekommt die Maut damit ersetzt. Bei 150.- Euro Maut zahlt der Zweite 10.- und der Dritte gar die gesamten 150.- Euro drauf. Also geht es gar nicht wirklich darum, den Außerferner AutofahrerInnen etwas Gutes zu tun. Dafür bekommen Haushalte die gar kein Auto besitzen die volle Förderung. Man nennt das dann „Treffsicher“ oder in Wahrheit mit der Gießkanne ausgeschüttet. Etwas vernebelt wird uns weisgemacht, dass das Land großzügig aus dem Landeshaushalt 2,5 Mio Euro den AußerfernerInnen zukommen lässt. In Wahrheit holt sich das Land dafür diese 2,5 Mio Euro mittels Fruchtgenussrecht aus den Mauteinnahmen(bis zu den Mauteinnahmen verschuldet sich die Mautgesellschaft). Unvernebelt heißt das, „liebe AußerfernerInnen zahlt zuerst Maut dann können wir Euch wieder etwas zurückgeben.“
Wahrscheinlich gibt es nach Baubeginn des Scheiteltunnels bzw. nach Ablauf des Förder-programmes die Beruhigungs-Vernebelungs-Agentur nicht mehr und das Land Tirol hofft darauf, dass die AußerfernerInnen den „FREI VERWENDBAREN MAUTERSATZGUTSCHEIN“ vergessen haben. Was bleibt den AußerfernInnen dann? Ganz einfach - Die Maut für AußerfernerInnen. AußerfernInnen lasst Euch nicht weiter beruhigen und vernebeln!
Hans Dreier Weißenbach 14.02.2026
Maut und Regionalwirtschaftsförderung
Regina Karlen – Pressekonferenz am 21..1.2026 in Breitenwang
Die Landesregierung will mit dem Baustart des Scheiteltunnels Ende 2026 Fakten schaffen, bleibt aber viele Informationen und Antworten schuldig.
Wirtschaftskammerpräsidentin Barbara Thaler sagt beim Neujahrsempfang der Wirtschaftskammer: „Die Entscheidung ist gefallen, jetzt geht etwas weiter.“ … ETWAS geht weiter, aber was und wie bleibt Thaler schuldig.
Der Bürgermeister von Breitenwang, Hans-Peter Wagner, sagt gar: „IRGENDETWAS geht weiter“, und die Landtagspräsidentin Sonja Ledl Rossmann gibt zu, dass „es nicht die perfekte Lösung ist“ und sieht bei einer Tirol-weiten Umfrage zum Fernpasspaket bei 43% Zustimmung sogar eine mehrheitliche Befürwortung, eine bezirksweite Volksbefragung zu Scheiteltunnel und Maut scheut aber die ÖVP wie der Teufel das Weihwasser.
Was sagte der Wirtschaftslandesrat Gerber zur wirtschaftlichen Situation im Bezirk nach der Einführung der Maut?
Viele Fragen sind offen:
- Bisher wurde uns immer vermittelt, dass die Mauthöhe für eine Einzelfahrt € 14.- betragen wird, Klaus Gspan von der Fernpassstraßen GmbH sagt jetzt, dass erst die Verkehrserhebungen von 2026 den Mauttarif bestimmen wird.
- Fix scheint allerdings die Regionalförderung für alle Außerferner*innen zu sein, die Mitte 2026 starten soll. Durchgesickert ist, dass diese aber beantragt werden muss.
- Wird es dazu eine digitale Plattform geben, die es älteren Menschen wieder schwer macht, die Förderung zu beantragen?
- Müssen alle zu den Gemeinden kommen, um als Bittsteller den Antrag auszufüllen?
- Wird die Landesregierung dann behaupten: „Die Außerferner*innen holen sich die Förderung, also sind sie mit dem Bau einverstanden?“
- Aber was ist es dann: eine Regionalförderung für den „Hungerleiderbezirk“ oder eine Mautabgeltung, was ja kein Europäer wissen darf, weil wir sonst geklagt werden. Wäre es eine Mautabgeltung, würden wir sie ja höchstens einmal bekommen.
- Aber wie viele Jahre/Jahrzehnte werden wir die Wirtschaftsförderung bekommen? Gibt es dazu einen Vertrag mit dem Bezirk?
- Wenn es auf EU-Ebene den Gleichbehandlungsgrundsatz gibt, was werden sich Tirol-intern andere Bezirke denken, wenn wir Regionalwirtschaftsförderung erhalten. Werden sie die Auszahlung einklagen?
- Welche Einschnitte wird es nach Einführung der Maut in der Regionalwirtschaft geben – gibt es dazu eine Studie?
- Mit welchen Einbußen rechnet die Wirtschaftskammer beim Thermalbad, beim Ehrenbergensemble, insgesamt in der Tourismuswirtschaft? Unter welchen Herausforderungen wird der Handwerker, das Gewerbe zu leiden haben.
- Wie hoch wird die Maut für die Transportunternehmen ausfallen? Wird es dann zum Österreichaufschlag auch noch einen Außerfernaufschlag geben, weil die Betriebe die Mautkosten weitergeben werden müssen?
- Warum errichtet die Landesregierung mit der Mautstation eine neuerliche Barriere, macht unser Leben teurer und komplizierter und behandelt uns wie Tiroler*innen zweiter Klasse. Das mag jetzt vielleicht emotional klingen, aber es ist ein echtes Gefühl der Diskriminierung.
- Warum werden in anderen Bezirken alle Renovierungsarbeiten an Straßen und Tunnel aus dem Budget heraus finanziert, im Bezirk Reutte nicht? In der Rundschau wird LHStv. Geisler zitiert, dass die Sanierung des Lermooser Tunnels niemals ohne Sparzwang heraus finanzierbar wäre. Wieso hat das Land nicht schon längstens dafür gespart, die Sanierung ist schon viele Jahre absehbar und es hat dafür vom Bund auch Zahlungen gegeben? Wo ist dieses Geld? Man mutet uns jetzt sogar eine 50 km/h Beschränkung im Tunnel zu, weil das Land offensichtlich lieber Wählerstarke Bezirke bedient, von unserer Maut sich aber jährlich einen Fruchtgenuss holt – und schon jetzt werden Schulden dazu gemacht, aber es gibt ein ausgeglichenes Budget - welche Trickserei?!
- Die Maut spaltet, sie reißt Familien auseinander, wird erhöhte Kosten bringen, wenn Student*innen oder Berufsschüler*innen heimfahren, Verwandtenbesuche werden reduziert werden, es erschwert Vereinen den Wettbewerb auf Bezirksebene, wird uns wirtschaftlich mehr zum Allgäu treiben, was passiert mit unserer medizinischen Versorgung? ….
Die Landesregierung stellt uns vor vollendete Tatsachen und hat selbst noch kein vollständiges Konzept, geschweige denn ein umfassendes Verkehrskonzept. Ganz im Gegenteil!
Man sagt uns, es diene der Versorgungssicherheit, da frag ich mich aber, wie haben wir bis jetzt überlebt?
Brief an Bürgermeister, Gemeinderätinnen und-räte des Tannheimer Tales und des Lechtales
An den/die BürgermeisterIn und GemeinderäteInnen
des Tannheimer Tales, des Unterlechtales und der Hahntennjochgemeinde Pfafflar
Werte GemeindevertreterInnen!
Die BewohnerInnen des Tannheimer Tales (Haller, Haldensee und Schattwald), des Unterlechtales (besonders Stanzach) und Pfafflar sowie Imster Ortsteile erfahren an Wochenenden ein großes Mehr an Stauausweichverkehr, ausgelöst durch die zugestaute B 179. Dieser Verkehr kommt von der A7 und dem Jochpass über das Allgäu ins Tannheimer Tal, das Unterlechtal und das Hahntennjoch und auch umgekehrt, wo es in Imst ja kein Abfahrverbot über das Hahntennjoch gibt.
Der politische Auftrag der Landesregierung ebenso wie der zuständigen Landes- und Bezirksbehörden ist in erster Linie der Schutz unserer Gesundheit und unseres Lebensraumes und nicht der schleichende Ausbau mit dem Fernpasspaket, um immer noch mehr Transitverkehr - und damit verbunden Ausweichverkehr - anzuziehen. Wer von der Maut profitiert, hat kein Interesse, dass weniger Verkehr über den Fernpass fährt, und dem ist es auch egal, wenn das 7,5 to-Limit fällt – mehr LKW, mehr Maut. Erst kürzlich hat sich das Land Tirol durch ein Fruchtgenussrecht Anteile an der Maut gesichert um in das das Tiroler Straßennetz (vorerst Obsteig und Imst) zu investieren.
Die Schweiz lenkt schon heute mit ihrer höheren LKW-Maut den Verkehr über Tirol auf Grund der niedrigen Maut. Seit kurzem sind ernsthafte Bestrebungen der Schweiz im Gange, welche zukünftig auch den transitierenden Urlauberverkehr bemauten sollen. Das bedeutet eine große Gefahr der weiteren Verlagerung von Transitverkehr durch Tirol und mehrheitlich über den Fernpass oder eben als Mautflucht über das Hahntennjoch, wo ja keine Maut zu bezahlen ist. Es ist eher anzunehmen, dass er wegen Stau und Maut die einzige noch stau- und mautfreie Strecke über das Tannheimer Tal, Lechtal und Hahntennjoch nimmt.
Der Allgäuer Abgeordnete Kaufmann rechnet durch die Maut am Fernpass mit einem Lenkungseffekt, weil er meint, dass dann weniger Verkehr auf der A7 und dem Fernpass entsteht. Wer von der A7 kommt, der nimmt wegen 14.- Euro Maut keinen Umweg über Garmisch, Achenpass oder Kufstein in Kauf. Der bayrische Verkehrsminister Bernreiter richtet unserem Verkehrslandesrat aus, er möchte keine Verschlechterung für Bayern. Und LR Zumtobel richtet in Folge uns Außerfernern aus, dass die Dosierampeln nicht an die Grenzen kommen, weil „hinter der Grenze auch Menschen wohnen“. Damit stellt er sich, zusammen mit der Frau Landtagspräsidentin, klar gegen die Außerferner Bevölkerung.
Der Transitverkehr wird nicht weniger werden. Mit effizienten, zeitgemäßen Dosierungen ist der Verkehrsdruck auf unsere Straßen und unseren Lebensraum zu drosseln! Gleichzeitig soll dies ein Signal an die Transitreisenden sein, dass sie hinkünftig auf Alternativen (z.B. Verlegung der Urlaubsreisen weg von den Wochenenden) für Ihre Nord-Süd-Querung setzen sollen, da unser „begrenzter alpiner Raum keinen unbegrenzten Verkehr verträgt“ und die Gesundheit unserer Bevölkerung massiv gefährdet ist.
Der Gemeinderat von Weißenbach hat am 25. September 2025 mit einer Petition zur Versetzung der Dosierampeln an die Grenzen der Forderung des Transitforums Nachdruck verliehen. Die Weißenbacher GemeinderätInnen haben sich damit klar zum Schutz ihrer Bevölkerung bekannt. Ebenso gibt es im Planungsverband Reutte einen Antrag der Bürgerinitiative „Lebensraum Gurgltal Außerfern Mieminger Plateau“ auf Unterstützung zur Versetzung der Dosierampeln an die Grenzen.
Zu glauben, dass es mit dem Abfahrverbot, welches im Allgäu geplant ist, für uns besser wird, ist ein Irrglauben. Es wird nämlich nicht so massiv kontrolliert bzw. mit Ausreden dieses Verbot umgangen werden. Weiters wird am Hahntennjoch keine Maut eingeführt, lediglich die Verbote verschärft. Verbote, welche nicht regelmäßig kontrolliert werden, sind wirkungslos, wie man an den mangelnden Kontrollen zum Fahrverbot für LKW über 7,5 to am Fernpass sieht. Zusammenfassend bedeutet dies für die Hahntennjochroute noch mehr Verkehr, da sie die einzige mautfreie Strecke bleibt.
Für unseren Lebensraum hilft nur, den Verkehr an den Grenzen mit KI-gesteuerten Dosierampeln so zu regeln, dass wir in unserem Lebensraum noch auf die Straßen können und Rettungs- und Einsatzfahrzeuge ungehindert zum Schutz unserer GemeindebürgerInnen ihre Einsätze erledigen können. Der Verkehr hat dort zu stauen, wo er herkommt – nämlich auf der A7. Da ist Platz zur Genüge und es kann für Rettungsfahrzeuge problemlos eine Rettungsgasse gebildet werden. Wo die Urlauber im Stau stehen, ist schließlich egal.
Werte GemeindevertreterInnen, es ist an der Zeit, vorbeugend zum Schutz unserer BürgerInnen verkehrslenkende Maßnahmen zu fordern. Wer tatenlos zusieht, hat den Stauverkehr durch unsere Dörfer zu verantworten und wird sich von der Kinder- und Enkelgeneration den Vorwurf des „Nichttuns“ gefallen lassen müssen. Unterstützt bitte mit einer Petition die Forderung nach Versetzung der Dosierampeln an die Grenzen.
Bürgerinitiative Lebensraum Gurgltal Außerfern Mieminger Plateau
Hans Dreier Karl-Heinz Pohler Regina Karlen Sabine Kerber Walter Schimpfössl Engelbert Heiss
B179 – 7,5t Kontrollen/Fahrverbot
Walter Schimpfössl – Pressekonferenz am 21.1.2026 in Breitenwang
Kontrollen:
Anspruch: tägliche Kontrollen
Realität: am Papier grundsätzlich ja = personalabhängig
Regeldienst und Sonderdienste haben Vorrang bzw.
Urlaube, Krankenstände, Sonderdienste etc. sind nicht berücksichtigt
Kontrollstunden:
Anspruch: tägliche Kontrollen = ca.260 Tage
Realität: 3.660 Kontrollstunden / Mannstunden
3.660 KStd : 260 Wochentage = 14,6 : 3 Beamte = 5 Std täglich
Schwerverkehrskontrollgruppe:
Anspruch: eigenständige Gruppe wie SIG, DHI etc.
Realität: zwar speziell Ausgebildete jedoch nicht ausschließlich für Schwerverkehrskontrollen – im normalen Streifendienst eingesetzt
Kontrollstelle Nassereith:
· 12 Kontrolltage (zusätzlich Regeldienst)
o Nacht: 2-4
· Keine Waage für LKW
· Rückweisungen ca. 538
Brenner-Nassereith = ca.92 km; Nassereith-Kiefersfelden = ca.135km
Aus dem Fernpass-Newsletter lässt sich folgendes ableiten:
1. Beinah jeden Tag wurde der LKW-Verkehr kontrolliert.
2. Kontrolliert wurde in Musau und Nassereith
3. 889 Verstöße gegen das 7,5t-Limit wurden geahndet.
4. 3660 Einsatzstunden wurden 2025 von den Kotrollorganen geleistet.
5. Das sind rund 9 Stunden pro Tag.
6. Mehr als drei Viertel des gesamten Güterverkehrs über den Fernpass hat seinen Start- oder Zielpunkt in den Bezirken Reutte, Imst, Landeck sowie Innsbruck-Land oder Innsbruck-Stadt und dient zur regionalen Versorgung.
Auf Nachfrage wurde vom „Fernpass-BürgerInnen-Infoteam der Tiroler Landesregierung“ bestätigt, dass die genannten 3660 Eisatzstunden die
gesamten geleisteten Einsatzstunden aller Kontrollorgane sind.
Wenn Pkt 1,2,4 und 5 zutreffen würden, dann hätten 1,5 Personen an zwei Kontrollstellen fast alles alleine kontrolliert.
260 Tage x 9 Std. = 2.340 Std., bleiben 1.320 Std. für eine zweite Person, die jedoch dann nur jeden 2. Tag kontrolliert!?
Zu Pkt.3: Jährlicher LKW -Verkehr in beiden Richtungen ca. 730.000 LKW + Sattelzüge.
889 Verstöße => 0,12%
Zu Pkt. 6: Das nachstehende Diagramm zeigt: Die Anzahl der LKW, welche die Messstellen Musau und Fernstein passieren sind in beide Richtungen sehr ähnlich. Dies lässt den Schluss zu, die wenigsten LKW-Fahrten dienen der Versorgung des Außerferns, sie bedienen vielmehr den süddeutschen und oberitalienischen Raum, sofern es sich überhaupt um Fahrten mit entsprechender Genehmigung handelt.
Jährlich 520.000 LKW - ¾ = 390.000 = täglich 1.500 LKW zur Versorgung der Bezirke
2 Jahre Fernpaßpaket – wer zahlt den Preis?
Dreier Hans – Pressekonferenz 21.1.2026 in Breitenwang
Mit der Verkündung und medialen Darstellung, dass das der Außerferner Bevölkerung Versorgungsicherheit und Verkehrsentlastung bringen soll und sich mit dem Bau des 2. Lermoosertunnels die Verkehrssituation im Ehrwalder Becken entspannt und sich die Verkehrssicherheit auf der B179 verbessern wird, wurde das Fernpaßpaket im Jänner 2024 in Ehrwald öffentlich vorgestellt.
Dafür wird der Fernppass-Scheiteltunnel gebaut, welcher all die Maßnahmen bezahlt.
Und wer zahlt den Preis dafür?
Die Außerferner und Gurgltaler (Kolateralschaden)
– Sie werden dem Ganzen geopfert
- Sie müssen im eigenen Land Maut bezahlen
- Sie müssen mit dem zunehmenden Verkehr leben
- sie alleine tragen das Risiko, wenn die Regionalgutscheine fallen
- sie alleine tragen das Risiko, wenn das 7,5 to-Limit fällt.
- sie müssen den Stauausweichverkehr über das Tannheimertal,
Unterlechtal und Hahntennjoch ertragen
- die VilserInnen, sie werden weiterhin am Wochenende im Stau stehen
Und die Bevölkerung nimmt das Ganze gelassen hin – man kann eh nichts machen.
Nicht so einige engagierte Personen diesseits und jenseits des Fernpasses – die Bürgerinitiative „Lebensraum Gurgltal Außerfern Mieminger Plateau“, welche den ganzen BERUHIGUNGSPILLEN der Landesregierung nicht glauben schenken will, und dem politische System
„Des Drüberfahrens der Schwarz-Roten Landesregierung und der Aussage des Landeshauptmannes – „Wir sind gewählt – Wir entscheiden“ entgegen treten.
Wir bleiben dabei, dass trotz der gegenteiligen Beteuerungen der Landesregierung samt seinem Verkehrs-Beamtenstab, ein erhebliches Risiko für die AußerfernerInnen und GurgltalerInnen entlang der Transitstrecke bestehen bleibt.
Die Risiken für die Bevölkerung sind
- Gesundheitsverschlechterung
– Ausbau der Entlastungstransitstrecke für den Brenner
– 3-fache LKW-Zunahme bei Wegfall des 7,5 to Limits (Entscheidung trifft die EU)
– Entfall der Regionalgutscheine wegen Gleichheitswidrigkeit
Unser Vorwurf:
Die Außerferner und Gurgltaler entlang der Transitstrecke B179 zahlen für die Versäumnisse des Lhstv. Geisler und seiner Verkehrsabteilung einen hohen Preis. Sie haben dem Unterland und dem Zillertal mit verschiedensten Straßenausbauten den Vorrang gegenüber der zeitgerechten Absicherung des Fernpasses gegeben. Sie haben wohlwissend den Lermooser-Tunnel nicht zeitgerecht saniert und ihn auf die notwendigen Sicherheitsstandards gebracht. Um das Außerfern und Gurgltal auf Stand zu bringen, hat die Verkehrsabteilung samt Lhstv. Geisler den Scheiteltunnel erfunden - um mit Raubrittermethoden die Deutschen, Holländer, Außerferner und Innertiroler mittels Maut abzukassieren und das Ganze zu finanzieren. Sie haben Tirol zweigeteilt.
Und zu guter Letzt kann man dem Lhstv. Geisler keinen Glauben schenken.
Es gibt ein Antwortschreiben von Lhstv. Geisler zur an ihn gestellten Frage der Verwendung der Maut. Darin schreibt er „… Die Einnahmen (aus der Maut) müssen für Maßnahmen an der entsprechenden Infrastruktur verwendet werden.“
Dem entgegen steht aber eindeutig das später eingeräumte Fruchtgenussrecht des Landes an den Mauteinnahmen. Der Betrag soll 2032 von jährlich 3 Mio Euro auf 15 Mio. unlimitiert und bis heute nicht zweckgebunden erhöht werden.
Ein Körberlgeld fürs marode Budget („Loch auf, Loch zu“).
Es stellt sich daher die berechtigte Frage: Erfolgte die nicht nachvollziehbare Auslagerung der Zuständigkeit für „begleitende Infrastrukturmaßnahmen“ aus der Fernpassstraßen GmbH um sich einen Zugang des Landes zur Maut zu verschaffen?
Die Beruhigungspillen des Landes:
Wir verbessern die Luftgütemessungen – die Grenzwerte sind immer unter der Norm.
Wir haben 3 Gutachten (Österreichische) – das 7,5 to Limit hält. (Anmerkung wohlwissend dass das im Fall einer Klage der Europäische Gerichtshof entscheidet).
Wir geben den AußerfernerInnen ohnehin Regionalgutscheine als Mautersatz.
Wir bauen damit den Fernpass nicht aus - Es wird daher nicht mehr Verkehr geben.
Wir kontrollieren streng die Ausnahmen das 7,5 to Limit für LKW.
(Anmerkung : sie wollen uns weismachen, dass dreiviertel des Ausnahmeverkehrs Reutte, Imst, Landeck, Innsbruck und Innsbruck Land zum Ziel und Ausgangspunkt haben und somit berechtigt sind über den Fernpass zu fahren. Bei 520.000 LKW im Jahr ist kaum zu glauben, dass 390.000 LKW -das sind täglich 1.500 LKW/Mo-Fr - notwendig sind um diese Bezirke gesamtwirtschaftlich (Lebensmittel und Wirtschaftswaren der Betriebe) zu versorgen. Allerdings, wenn alibimäßig immer nur 1 Palette mitgeführt wird, wird es soviel LKW-Fahrten über den Fernpass brauchen).
ZUR D O S I E R U N G - Bericht Hans Dreier
Die Landesregierung wehrt sich gegen die Versetzung der Dosierampel, wie der Teufel sich gegen das Weihwasser wehrt.
Ich beginne mit einem Zitat des Landeshauptmannes bei seiner Begrüßungs-ansprache vor den Tiroler BürgermeisterInnen in Ehrwald am Tiroler Gemeindetag.
„Wir tun etwas – wir dosieren an den Grenzen“
Für den Landeshauptmann endet scheinbar das Tiroler Außerfern an der Dosierampel Reutte Süd – alles nach dieser Dosierampel Richtung Norden hat er schon aufgegeben. Dieser Streckenabschnitt wird zur Verfügung gestellt und geopfert als Staustrecke für den Transitverkehr aus Norden. Er verstößt damit klar dem gesetzlichen Auftrag, den Verkehr fließend zu halten.
Die Freundschaft zu Bayern ist ihm und den Seinen wichtiger als die eigene Bevölkerung
Gemeinsam mit der Außerferner Landtagspräsidentin Frau Ledl Rossmann und dem Verkehrs-LR Zumtobel wird diese Dosierampel Reutte Süd regelrecht einzementiert. Sie berufen sich auf eine Verkehrsexpertise des Verkehrsexperten Helmut Köll, vom Büro Planoptimo, welche da lautet – „…eine Verlegung Richtung Norden (Grenztunnel) würde zu unerwünschten neuen Ausweichrouten führen. Betroffen wären allem Vils und das Tannheimer Tal.“
Mit dem von der Landtagspräsidentin so hochgelobten Abfahrverbot im Allgäu hat diese Aussage seine Gültigkeit verloren.
Ob es sich auf der B179 staut oder auf der A7 kann für uns im Außerfern nicht egal sein. Wir verlangen für unsere Bevölkerung nach wie vor eine KI-gesteuerte, dosierte, staufreie Fahrt vom Grenztunnel bis über Tarrenz hinaus. Das Verkehrsproblem für das Außerfern wäre somit ansatzweise entschärft. Den Verkehr wird man nicht wegbringen.
Und wenn bei Schlechtwettervorhersagen die Kontrollstellen für LKWs aktiviert, kein LKW ohne Ketten auf den Fernpass gelassen und der Räumdienst zeitgerecht geordert würde, dann gäbe es ebenfalls kein Sicherheitsproblem.
Hans Dreier
Gesundheitsfragen zum Fernpasspaket
Dr. med. Joachim Strauß
6464 Tarrenz
Diesen Vortrag hielt Dr. Strauß bei der Pressekonferenz am 21.1.2026 in Breitenwang. Hier die Folien seiner eindrucksvollen Präsentation:
Leserbrief 3.12.2025 an Mein Bezirk
von Hans Dreier
Die VilserInnen passen nicht in den gesetzlichen Rahmen
Die VilserInnen passen nicht in den gesetzlichen Rahmen, weil für die Dosierampel am Grenztunnel die „Erforderlichkeit“ nicht nachgewiesen werden kann. Während die Landesregierung behauptet, die gesetzten Maßnahmen auf der Fernpassstrecke greifen und LR Zumtobel sein Steckenpferd Musau über den Schell König lobt, bleiben die VilserInnen weiter auf der Strecke. Die Musauer Bürgerinitiative ist mit dem Erreichten zufrieden. Verständlich, wenn doch die Kontrollstelle vor Musau liegt und sie Richtung Reutte keinen Stau mehr haben. Wir von der Bürgerinitiative Lebensraum Gurgltal Ausserfern Mieminger Plateau sind es nicht. Wir wollen gleiches Recht für alle und da gehört auch die freie Fahrt für die VilserInnen dazu, obwohl es den VilserInnen scheinbar ohnehin egal ist. Zugegeben, das Beispiel Musau sowie auch die Dosierampel Reutte Süd greifen zum Leidwesen der VilserInnen wirklich. Die VilserInnen passen wie das Land sagt, nicht in den notwendigen rechtlichen Rahmen für eine Dosierampel am Grenztunnel. In den rechtlichen Rahmen passen wahrscheinlicher das Wohlbefinden der Allgäuer und ihres Verkehrsminister Bernreiter. Dieser will ja das Nachtfahrverbot auf der Brennerroute aufgehoben wissen. Dafür wird er von der Schwarz/Roten Landesregierung bei jeder Gelegenheit bauchgepinselt. Das Land Tirol beruhigt derzeit in den Medien und auch in Mails von der Verkehrsabteilung an die Gemeinden des Tannheimer Tales, Unterlechtal und Pfafflar in immer wiederkehrenden nichtssagenden Stehsätzen wie „die Maßnahmen greifen – die Dosierampel kann nicht versetzt werden, im Tannheimer Tal, Unterlechtal und Hahntennjoch nimmt der Verkehr nicht zu, die Allgäuer dürfen nicht verärgert werden, wir unternehmen alles um die Bevölkerung zu entlasten“ - Alles palletti. Und die AusserfernerInnen glauben ihnen, weil da kann man eh nichts machen.
Uns AußerfernerInnen einreden zu wollen, der Fernpass sei die Nabelschnur für unsere Versorgung durch das Mutterland, gleicht einem Trugbild. Jeder weiß, dass es in den letzten Jahrzehnten zu keinem Versorgungsnotstand gekommen ist. Das Außerfern versorgt sich im Notfall im Werdenfelser Land und im Allgäu wo die Lebensmittel auf Grund der Teuerung in Tirol ohnehin billiger sind.
Das Außerfern, Gurgeltal und Mieminger Plateau haben die Belastungen des Transitverkehrs und damit verbunden die Auswirkungen auf ihre Gesundheit zu ertragen (Reifenabrieb = Mikroplastik, Lärm = Stressfaktor, Abgase = Risiko für Herz & Hirn) während die Zillertaler, Ötztaler, Pitztaler und Paznauntaler nur die Profitgier antreibt, immer mehr Bettenburgen und Pistenerschließungen zu forcieren. Wegen dieser Gier wird eine kleine unbedeutende Region geopfert, um das große Geld in die Landeskassen zu leiten.
Uns ist bewusst, dass der Verkehr nicht weniger wird. Die Situation am Brenner (Sanierung Luegbrücke) erschwert der Transitlobby die ungezügelte Fahrt über den Brenner. Sollte auf Grund einer Klage das 7,5 Tonnenlimit über den Fernpass fallen, kommt es zu einer Verdreifachung des LKW-Verkehrs (bis zu 5.000 LKW täglich) über den Fernpass. Wir glauben, entgegen allen Beteuerungen der schwarzroten Landesregierung, dass es gewollt ist, die Fernpassroute als Entlastungtransitroute für den Brenner auszubauen.
Die einzige Möglichkeit den nicht weniger werdenden Verkehr so über den Fernpass zu bringen, dass wir Einheimischen einigermaßen unsere Straßen benützen können, ist wie unter anderem auch vom Transitforum gefordert, die Installierung von Dosierampeln direkt an den Grenzen. Der Transitverkehr hat auf der A 7 und dosiert auf der B 179 zu bleiben, so dass sowohl uns Außerfernern als auch unseren Gästen jederzeit unge-hinderte Fahrten innerhalb des Außerferns möglich sind. Diese, unsere Forderung wurde im Frühjahr 2025 dem Planungsverband Reutte (Gemeinden von Weißenbach bis Vils) eingebracht, mit der Bitte um Unterstützung für dieses Vorhaben zum Schutz unserer Bevölkerung. Bis heute wurde unsere Forderung dreimal ohne Ergebnis im Planungsverband behandelt. Der Schutz unserer Bevölkerung scheint ein schwieriges Thema zu sein. Die Landesregierung (ÖVP/SPÖ) und einige PlanungsverbandsbürgermeisterInnen wollen ein gutes Verhältnis mit dem Allgäu nicht auf‘s Spiel setzen. Sie werden sich schlussendlich entscheiden müssen und dies dann hoffentlich für den Schutz ihrer Bevölkerung.
Der zu Tage tretende Ausweichverkehr ist hinlänglich bekannt und wird durch Abfahrkontrollen an der B 179 möglichst unterbunden. Wo es derzeit, trotz deutlicher Forderung von unserer Seite noch kein Unterbinden gibt, ist der Ausweichverkehr über das Tannheimertal, Gaichtpass, unteres Lechtal, Hahntennjoch und Imst. Dieser Ausweichverkehr wird bereits verstärkt von der Bevölkerung wahrgenommen.
Landeshauptmann Geisler erklärt auf Anfrage zur Maut am Hahntennjoch zu diesem Thema, …. die Dosierampeln Reutte Süd und an der Schanz bei Ehrwald seien ausreichend. Am Hahntennjoch wurde das Fahrverbot verschärft, im Tannheimertal und Pfafflar wurden Verkehrszählstellen installiert und ermöglichen eine frühzeitige Erkennung von Verkehrsentwicklungen…. . Wir behaupten, dass diese Schutzbehauptungen eine weitere Beruhigungspille für die Bevölkerung ist und damit der Stauausweichverkehr nicht verhindert wird. Die nicht an einer Umfahrung liegenden Gemeinden Weißenbach, Stanzach und Pfafflar und Imst werden mit diesem Stauausweichverkehr durch ihre Dörfer leben müssen oder beginnen, sich dagegen zu wehren.
Es ist ein gefährlicher Trugschluss zu glauben, wir wohnen eh an einer Umfahrungsstraße. Jeder Bewohner und vor allem Rettungsfahrzeuge müssen irgendwann auf diese Umfahrungsstraßen mit viel Verkehr (Fahrt zur Schule, zur Arbeit oder Arztbesuch). Und die Schadstoffe, der Feinstaub, Mikroplastik… entstehen natürlich auch auf Umfahrungsstraßen und eliminieren sich nicht von selbst, nur weil dort gerade kein Wohnhaus direkt neben der Straße steht. Die Schadstoffbelastung trifft auch jene, welche einige Meter entfernt der Hauptstraße leben.
Wir von der Bürgerinitiative auf Außerferner Seite werden uns weiterhin gegen den Scheiteltunnel, die Maut und gegen den Stauausweichverkehr im Außerfern zur Wehr setzen sowie der Forderung zur Installierung der Dosierampeln an den Grenzen weiterhin Nachdruck verleihen. Wir halten nichts von dem Stehsatz: „Man kann eh nichts machen, die fahren sowieso über uns drüber“. Lassen wir uns das „DRÜBERFAHREN“ nicht gefallen. Wehren wir uns GEMEINSAM!
August 2025 - Dreier Hans, Karlen Regina, Kerber Sabine, Schimpfössl Walter, Pohler Karlheinz, Mascher Paul, Linser Albert
Außerfern: Aufwachen!!!
Originalton LHStv. Geisler in der TT vom 10.08.2025: „Eine sichere Anbindung langfristig gewährleisten, den Verkehr lenken und die Bevölkerung bestmöglich entlasten. Dafür steht das Fernpass-Paket mit seinem gesamten Bündel an Maßnahmen von den Kontrollen der Fahrverbote, Dosierungen bis zu den Bauprojekten“, erklärt der Straßenbaureferent.
Nicht oft kann man solche dreisten und unverschämten Behauptungen lesen wie in diesem Fall. Während sich auf Nassereither Seite schon lange ein vehementer Gegenwind gegen dieses unsinnige Projekt zu spüren ist, scheinen sich manche bereits damit abgefunden zu haben. Was aus mehreren Gründen nicht nachvollziehbar ist.
1. Ausweich- und Umwegverkehr
Natürlich sind in erster Linie alle Gemeinden von Vils bis Biberwier davon betroffen. Doch auch zahlreiche weitere Gemeinden sollten sich nicht in der Illusion wiegen, davon nicht betroffen zu sein:
Der zu erwartende Ausweich- bzw. Staufluchtverkehr wird beginnen in Vils, weiter über Pflach (trotz bestehendem Abfahrverbot! Kontrolle?), Reutte, Lechaschau, Höfen, Weißenbach (gleich doppelt von 2 Seiten!), Stanzach, Elmen, alle Ortschaften über das gesamte Hahntennjoch, außerdem über das gesamte Tannheimer Tal führen (einige Gemeinden sind zwar „umfahren“, aber nicht alle). Der Hauptgrund: Das Hahntennjoch wird NICHT bemautet werden! Und dann wird die Vision von Klaus Perl aus Bschlabs Realität werden: „Dem Schwab ist es wurscht, wenn seine Frau über das Hahntennjoch Spätzle speibt, wenn er sich dadurch ein paar Euro derspart!“
2. Unbeantwortet bleibt bis heute die Frage, was alles von den angeblichen Versprechungen der Landesregierung an die beiden Gemeinden Biberwier und Nassereith jemals umgesetzt wird.
3. Ist die Außerferner Bevölkerung wirklich so leichtgläubig (man könnte das auch NAIV nennen . . .), dass sie sich mit dem Versprechen von ein paar Cent pro Tag als Ausgleich für die geplante Maut über den Fernpass abspeisen lässt? Was ist mit den Menschen, die vom „übrigen“ Tirol zu uns kommen möchten/müssen? Wobei die Erinnerung an ähnliche gescheiterte Vorhaben vor kurzer Zeit in Bayern die Warnglocken schrillen lassen müssten!
4. Das bestehende, aber schon jetzt durchwegs löchrige, 7,5 t – Limit am Fernpass wäre damit in höchster Gefahr. Das würde eine drastische Zunahme des LKW-Transits über diese Strecke bedeuten!
5. Wer in unserem Bezirk hat es denn jetzt noch immer nicht verstanden, was das große Ziel hinter dem ganzen Unterfangen ist? Schlicht und ergreifend eine neue große Transitroute durch unseren Lebensraum mit Fernpass- und Tschirganttunnel (danke Frau Ledl-Rossmann und Frau Pfurtscheller für diese Klarstellung durch Ihre Petition von 2019 im Nationalrat!). Frau Pfurtscheller gebührt das Copyright für ihre Aussage: „Der Fernpass-Scheiteltunnel ist Pipifax!“. Also geht es um was Größeres.
6. Entgegen der weit verbreiteten Meinung, es sei eh schon alles gelaufen, gibt es noch viel zu tun:
~ Jeder Mensch mit Zivilcourage könnte aufstehen und ihre/seine Meinung kundtun. Noch leben wir nicht in einem völlig autoritären Staat, der anderslautende Meinungen niederknüppelt. Oder sind wirklich so viele Menschen von ÖVP und der katzbuckelnden SPÖ in ihren Denken so abhängig, dass sie alles, was „von oben“ kommt, abnicken? Das kann und will ich nicht glauben!
~ Was ist mit den Gemeindeführungen jener oben erwähnten hauptbetroffenen Gemeinden? Bräuchte es von denen wirklich so viel Mut aufzustehen und zu sagen: „Stopp, dieser Unsinn bringt uns mit unseren – existierenden! – Problemen nicht weiter!“? Sind vorauseilender Gehorsam und Angst vor möglichen finanziellen Benachteiligungen durch das Land wirklich ausreichend, um trotz gegenteiliger Überzeugung zu kuschen? Die eigene Bevölkerung zu verraten?
~ Die dies- und jenseits des Fernpasses tätigen Bürgerinitiativen gemeinsam mit dem Transitforum und Fritz Gurgiser fordern neben zahlreichen anderen Maßnahmen rigorose und nach dem neuesten Stand der Technik funktionierende Dosieranlagen an ALLEN Eintrittspforten des Landes! Diese wären – im Unterschied zu dem Fernpass-Wahnsinnsprojekt – SOFORT umsetzbar und mit wesentlich geringerem finanziellem Aufwand.
Originalton TT vom 10.08.2025 LHStv. Geisler: „Eine sichere Anbindung langfristig gewährleisten, den Verkehr lenken und die Bevölkerung bestmöglich entlasten. Dafür steht das Fernpass-Paket mit seinem gesamten Bündel an Maßnahmen von den Kontrollen der Fahrverbote, Dosierungen bis zu den Bauprojekten“, erklärt der Straßenbaureferent.
Nicht oft kann man solche dreisten und unverschämten Lügen (Behauptungen???) lesen wie in diesem Fall. Während sich auf Nassereither Seite schon lange ein vehementer Gegenwind gegen dieses unsinnige Projekt zu spüren ist, scheint sich die Außerferner Bevölkerung stillschweigend damit abgefunden zu haben. Was aus mehreren Gründen nicht nachvollziehbar ist.
1. Ausweich- und Umwegverkehr
Natürlich sind in erster Linie alle Gemeinden an der B179 von Vils bis Biberwier davon betroffen. Doch auch zahlreiche weitere Gemeinden sollten sich nicht in der Illusion wiegen, davon nicht betroffen zu sein:
Der zu erwartende Ausweich- bzw. Staufluchtverkehr wird spätestens beginnen in Pflach, über Reutte, Lechaschau, Höfen, Weißenbach (gleich doppelt von 2 Seiten!), Stanzach, Elmen, alle Ortschaften über das gesamte Hahntennjoch, außerdem über das gesamte Tannheimer Tal führen (einige Gemeinden sind zwar „umfahren“, aber nicht alle). Der Hauptgrund: Das Hahntennjoch wird NICHT bemautet werden! Und dann wird die Vision von Klaus Perl aus Bschlabs Realität werden: „Dem Schwab ist es wurscht, wenn seine Frau über das Hahntennjoch Spätzle speibt, wenn er sich dadurch ein paar Euro derspart!“
2. Unbeantwortet bleibt bis heute die Frage, was alles von den angeblichen Versprechungen der Landesregierung an die beiden Gemeinden Biberwier und Nassereith bereits umgesetzt ist.
3. Ist die Außerferner Bevölkerung wirklich so leichtgläubig (man könnte das auch NAIV nennen . . .), dass sie sich mit dem Versprechen von ein paar Cent pro Tag als Ausgleich für die geplante Maut über den Fernpass abspeisen lässt? Was wenn diese Ausgleichszahlung – sollte sie überhaupt jemals kommen - eingestellt wird? Was ist mit den Menschen, die vom „übrigen“ Tirol zu uns kommen möchten/müssen? Die Erinnerung an ähnliche gescheiterte Vorhaben vor kurzer Zeit in Bayern müssten doch eigentlich die Warnglocken schrillen lassen!
4. Das bestehende, aber schon jetzt durchwegs löchrige, 7,5 t – Limit am Fernpass wäre mit dem Scheiteltunnel in höchster Gefahr. Das würde eine drastische Zunahme des LKW-Transits über diese Strecke bedeuten. Die Landesregierung spricht beim Fall des Tonnagelimits selbst von einer Verdreifachung des LKW Verkehrs auf bis zu 10.000 LKW an Spitzentagen auf der B179.
5. Wer in unserem Bezirk hat es denn jetzt noch immer nicht verstanden, was das große Ziel hinter dem ganzen Unterfangen ist? Schlicht und ergreifend eine neue große Transitroute durch unseren Lebensraum mit Fernpass- und Tschirganttunnel (danke Frau Ledl-Rossmann und Frau Pfurtscheller für diese Klarstellung durch Ihre Petition von 2016 im Nationalrat!). Frau Pfurtscheller gebührt das Copyright für ihre Aussage: „Der Fernpass-Scheiteltunnel ist Pipifax!“. Also geht es um was Größeres.
6. Entgegen der weit verbreiteten Meinung, es sei eh schon alles gelaufen, gibt es noch viel zu tun:
~ Jeder Mensch mit Zivilcourage könnte aufstehen und ihre/seine Meinung kundtun. Noch leben wir nicht in einem völlig autoritären Staat, der anderslautende Meinungen niederknüppelt. Oder sind wirklich so viele Menschen von ÖVP und der katzbuckelnden SPÖ in ihrem Denken so abhängig, dass sie alles, was „von oben“ kommt, abnicken? Das kann und will ich nicht glauben!
~ Was ist mit den Gemeindeführungen jener oben erwähnten hauptbetroffenen Gemeinden? Bräuchte es von denen wirklich so viel Mut aufzustehen und zu sagen: „Stopp, dieser Unsinn bringt uns mit unseren – existierenden! – Problemen nicht weiter!“? Sind vorauseilender Gehorsam und Angst vor möglichen finanziellen Benachteiligungen durch das Land wirklich ausreichend, um trotz gegenteiliger Überzeugung zu kuschen? Die eigene Bevölkerung zu verraten?
~ Die dies- und jenseits des Fernpasses tätigen Bürgerinitiativen gemeinsam mit dem Transitforum und Fritz Gurgiser fordern neben zahlreichen anderen Maßnahmen rigorose und nach dem neuesten Stand der Technik funktionierende Dosieranlagen an ALLEN Eintrittspforten des Landes! Diese wären – im Unterschied zu dem Fernpass-Wahnsinnsprojekt – SOFORT umsetzbar und mit wesentlich geringerem finanziellem Aufwand.
Karl-Heinz Pohler, Weißenbach am Lech
Versetzung der Dosierampeln - Schwierige Geburt im Planungsverband Reutte
Während vom Landeshauptmann Mattle und Landtagspräsidentin abwärts bis zum roten Koalitionspartner vehement die Nichtversetzung der Dosierampeln an die Grenzen zum Allgäu verteidigt wird, um das Wohlbefinden der bayrischen Nachbarn nicht zu stören, tat man sich mit dieser Vorgabe im Planungsverband schwer, einen Beschluss für den von der Bürgerinitiative eingebrachten Antrag auf Unterstützung für die Versetzung der Dosierampeln zustande zu bringen. Nur reden reicht nicht mehr – die Gemeinden müssen klare Forderungen benennen, so die Aussage der PlanungsverbandsbürgermeisterInnen. Um dem Diktat der Landesregierung nicht zu wiedersprechen, gab es letztlich doch noch einen einstimmigen, wenn auch schwammigen Beschluss, das Land Tirol und alle maßgeblichen Stellen aufzufordern, Gespräche mit den Allgäuer Gemeinden zu führen. Ziel sei es, den Ausweichverkehr schon auf deutscher Seite einzudämmen. So sollen Autofahrer gar nicht erst über kleinere Grenzübergänge wie Pinswang-Weißhaus, Vils-Schönbichl, Grän-Enge oder Schattwald ins Außerfern ausweichen können, sondern auf der deutschen Autobahn A7 und in der Folge auf der B179 gehalten werden. Genau das werden die Allgäuer tun. Die Befehle der Tiroler in Sachen Verkehr anzunehmen. Zum wiederholten Male bringt man wieder das nichts bringende Gehabe mit den Allgäuern ins Gespräch. Die Bayern werden über diese Forderung der Tiroler lachen und genau nichts tun, wie es bei der Zulaufstrecke zum Brenner seit Jahren der Fall ist. Über die Forderung der Bürgerinitiative – die Verlegung der Dosierampeln – wurde nicht abgestimmt, das Wort Dosierampel nicht einmal erwähnt. Die vom Landeshauptmann verweigerte Versetzung der Dosierampeln ist an Unterwürfigkeit gegenüber den Bayern nicht zu überbieten und zeigt ganz klar auf, hinter wem unsere Landesregierung samt Außerferner Landtagspräsidentin steht. Das Außerfern hört für sie an der Dosierampel Reutte Süd auf. Die Strecke der restlichen Umfahrungsstraße gehört den Bayern als Staufläche für den nicht bewältigbaren Transitverkehr. Wenn nach dem Wegfall des 7,5 to-Limits dann statt der jetzt 2000 täglichen LKW 5000 LKW auf der B179 am Weg sind, wird die Dosierampel Reutte Süd auf der Strecke bis zum Grenztunnel Füssen im Dauereinsatzmodus sein und Dauerstau auch für die Allgäuer produzieren. Gespräche mit den Allgäuer Gemeinden, wie jetzt vom Planungsverband gefordert, bringen ob der Angst der Landesregierung vor den Bayern gar nichts. Immerhin hat der Planungsverband damit das Thema vom Tisch und geschehen wird nichts. Auf der (Stau-) Strecke bleibt die Vilser Bevölkerung, welche sich mit den wöchentlichen Stausituationen abzufinden hat. Die Außerferner Bevölkerung wird vom Landeshauptmann mit der Anbiederung an die Bayern, dem Ausbau des Fernpasses, mit der Maut für AußerfernerInnen und der schleichenden Errichtung einer LKW-Entlastungstransitstrecke für den Brenner verraten und verkauft - mit der scheinheiligen Argumentation – mehr Verkehrssicherheit, Versorgungssicherheit und ganz sicherem Halten des 7,5 to-Limits.
(Leserbrief von Hans Dreier, Weißenbach am Lech in der TT)
Brief an Bürgermeister, Gemeinderätinnen und Gemeinderäte im Tannheimer Tal und Lechtal
An den/die BürgermeisterIn und GemeinderäteInnen des Tannheimer Tales, des Unterlechtales und der Hahntennjochgemeinde Pfafflar
Werte GemeindevertreterInnen!
Die BewohnerInnen des Tannheimer Tales (Haller, Haldensee und Schattwald), des Unterlechtales (besonders Stanzach) und Pfafflar sowie Imster Ortsteile erfahren an Wochenenden ein großes Mehr an Stauausweichverkehr, ausgelöst durch die zugestaute B 179. Dieser Verkehr kommt von der A7 und dem Jochpass über das Allgäu ins Tannheimer Tal, das Unterlechtal und das Hahntennjoch und auch umgekehrt, wo es in Imst ja kein Abfahrverbot über das Hahntennjoch gibt.
Der politische Auftrag der Landesregierung ebenso wie der zuständigen Landes- und Bezirksbehörden ist in erster Linie der Schutz unserer Gesundheit und unseres Lebensraumes und nicht der schleichende Ausbau mit dem Fernpasspaket, um immer noch mehr Transitverkehr - und damit verbunden Ausweichverkehr - anzuziehen. Wer von der Maut profitiert, hat kein Interesse, dass weniger Verkehr über den Fernpass fährt, und dem ist es auch egal, wenn das 7,5 to-Limit fällt – mehr LKW, mehr Maut. Erst kürzlich hat sich das Land Tirol durch ein Fruchtgenussrecht Anteile an der Maut gesichert um in das das Tiroler Straßennetz (vorerst Obsteig und Imst) zu investieren.
Die Schweiz lenkt schon heute mit ihrer höheren LKW-Maut den Verkehr über Tirol auf Grund der niedrigen Maut. Seit kurzem sind ernsthafte Bestrebungen der Schweiz im Gange, welche zukünftig auch den transitierenden Urlauberverkehr bemauten sollen. Das bedeutet eine große Gefahr der weiteren Verlagerung von Transitverkehr durch Tirol und mehrheitlich über den Fernpass oder eben als Mautflucht über das Hahntennjoch, wo ja keine Maut zu bezahlen ist. Es ist eher anzunehmen, dass er wegen Stau und Maut die einzige noch stau- und mautfreie Strecke über das Tannheimer Tal, Lechtal und Hahntennjoch nimmt.
Der Allgäuer Abgeordnete Kaufmann rechnet durch die Maut am Fernpass mit einem Lenkungseffekt, weil er meint, dass dann weniger Verkehr auf der A7 und dem Fernpass entsteht. Wer von der A7 kommt, der nimmt wegen 14.- Euro Maut keinen Umweg über Garmisch, Achenpass oder Kufstein in Kauf. Der bayrische Verkehrsminister Bernreiter richtet unserem Verkehrslandesrat aus, er möchte keine Verschlechterung für Bayern. Und LR Zumtobel richtet in Folge uns Außerfernern aus, dass die Dosierampeln nicht an die Grenzen kommen, weil „hinter der Grenze auch Menschen wohnen“. Damit stellt er sich, zusammen mit der Frau Landtagspräsidentin, klar gegen die Außerferner Bevölkerung.
Der Transitverkehr wird nicht weniger werden. Mit effizienten, zeitgemäßen Dosierungen ist der Verkehrsdruck auf unsere Straßen und unseren Lebensraum zu drosseln! Gleichzeitig soll dies ein Signal an die Transitreisenden sein, dass sie hinkünftig auf Alternativen (z.B. Verlegung der Urlaubsreisen weg von den Wochenenden) für Ihre Nord-Süd-Querung setzen sollen, da unser „begrenzter alpiner Raum keinen unbegrenzten Verkehr verträgt“ und die Gesundheit unserer Bevölkerung massiv gefährdet ist.
Der Gemeinderat von Weißenbach hat am 25. September 2025 mit einer Petition zur Versetzung der Dosierampeln an die Grenzen der Forderung des Transitforums Nachdruck verliehen. Die Weißenbacher GemeinderätInnen haben sich damit klar zum Schutz ihrer Bevölkerung bekannt. Ebenso gibt es im Planungsverband Reutte einen Antrag der Bürgerinitiative „Lebensraum Gurgltal Außerfern Mieminger Plateau“ auf Unterstützung zur Versetzung der Dosierampeln an die Grenzen.
Zu glauben, dass es mit dem Abfahrverbot, welches im Allgäu geplant ist, für uns besser wird, ist ein Irrglauben. Es wird nämlich nicht so massiv kontrolliert bzw. mit Ausreden dieses Verbot umgangen werden. Weiters wird am Hahntennjoch keine Maut eingeführt, lediglich die Verbote verschärft. Verbote, welche nicht regelmäßig kontrolliert werden, sind wirkungslos, wie man an den mangelnden Kontrollen zum Fahrverbot für LKW über 7,5 to am Fernpass sieht. Zusammenfassend bedeutet dies für die Hahntennjochroute noch mehr Verkehr, da sie die einzige mautfreie Strecke bleibt.
Für unseren Lebensraum hilft nur, den Verkehr an den Grenzen mit KI-gesteuerten Dosierampeln so zu regeln, dass wir in unserem Lebensraum noch auf die Straßen können und Rettungs- und Einsatzfahrzeuge ungehindert zum Schutz unserer GemeindebürgerInnen ihre Einsätze erledigen können. Der Verkehr hat dort zu stauen, wo er herkommt – nämlich auf der A7. Da ist Platz zur Genüge und es kann für Rettungsfahrzeuge problemlos eine Rettungsgasse gebildet werden. Wo die Urlauber im Stau stehen, ist schließlich egal.
Werte GemeindevertreterInnen, es ist an der Zeit, vorbeugend zum Schutz unserer BürgerInnen verkehrslenkende Maßnahmen zu fordern. Wer tatenlos zusieht, hat den Stauverkehr durch unsere Dörfer zu verantworten und wird sich von der Kinder- und Enkelgeneration den Vorwurf des „Nichttuns“ gefallen lassen müssen. Unterstützt bitte mit einer Petition die Forderung nach Versetzung der Dosierampeln an die Grenzen.
Bürgerinitiative Lebensraum Gurgltal Außerfern Mieminger Plateau
Hans Dreier Karl-Heinz Pohler Regina Karlen Sabine Kerber Walter Schimpfössl Engelbert Heiss
Schreiben an Tir. LR vom 29.4.2026
Hans Dreier
Dürrenhof 6
6671 Weißenbach am Lech
An das
Amt der Tiroler Landesregierung
Eduard-Wallnöver-Platz 3
6020 Innsbruck
Zu Handen: Landeshauptmann Mattle, Lhstv. Geisler, Lhstv. Wohlgemuth, Landesrat Zumtobel und Abteilung Verkehr
Weißenbach, am 29.4.2026
Werte Politiker,
sehr geehrte Damen und Herrn der Verkehrsabteilung!
Wir, die Bürgerinitiative Lebensraum Gurgltal Außerfern Mieminger Plateau sind der Ansicht, dass die Dosierung ab Auffahrt Reutte Süd entlang der B179 Fernpassstraße als System grundsätzlich gut funktioniert, es gibt jedoch einige, teils schwerwiegende Kritikpunkte. Diese betreffen den Abschnitt nördlich des Anschlusses Reutte Süd. Uns ist bekannt, dass die Lage nahe der Auffahrt Reutte Süd für eine genaue Prognose der Zuflüsse und damit zielgerichtete Steuerung der Rot-/Grünzeiten erforderlich ist.
Aus unserer Sicht soll die bestehende Dosierampel zur Feindosierung jedenfalls beibehalten werden, gewünscht wird jedoch eine Verlegung rund 1,5 km weiter nördlich, sodass Fahrten von und zum Industriepark Breitenwang nicht von der Dosierung betroffen sind. Dies wäre mit Dr. Köll abzuklären.
Um das gesamte Außerfern inklusive der Stadt Vils und Pinswang in den Genuss des fließenden Verkehrs auf der B179 kommen zu lassen, wird von uns und auch dem Transitforum die Aufstellung einer weiteren Dosierampel vor der Abfahrt zum Gewerbegebiet Vils (Fa. Huter, Lechtal) gefordert. Auch diese Teile gehören zum Außerfern. Das Land Tirol betont ständig, dass im Zusammenhang mit dem Fernpass-Paket die Bevölkerung entlastet werden soll. Das Außerfern endet nicht in Reutte und die Vilser Bevölkerung hat ebenso ein Anrecht auf Entlastung.
Die Landesregierung lehnt diese, unsere Forderung unter Berufung auf die Studie von Dr. Köll, Büro Planoptimo vehement ab, auch mit dem Hinweis, dass man es sich nicht mit den Bayern verscherzen möchte. Warum das Wohl der Bayern wichtiger ist als das der eigenen Bevölkerung ist für uns unverständlich.
Zitat in der Studie von Dr. Köll – Büro Planoptimo:
… Aus fachlicher Sicht keinen gesamthaften Vorteil würde eine Verlegung der Dosieranlage Richtung Norden bringen. ….
…. Diskutiert wurde in der Vergangenheit auch eine Verlegung der Dosieranlage Reutte Süd Richtung Norden zur Anschlussstelle Vils: „Die Ergebnisse unserer Analyse zeigen, dass dies zu unerwünschten neuen Ausweichrouten führen würde. Betroffen wären vor allem Vils und das Tannheimer Tal“, erläuterte Helmut Köll.
Als Hauptproblem des bestehenden Systems wird auch der Ausweichverkehr (mit fadenscheinigen Ausreden) bzw. Abfahrt beim unkontrollierten Kreisverkehr in Pflach (Verbot ist zu wenig) an der Dosierampel vorbei, durch das Stadtgebiet von Reutte gesehen. Fahrzeuge, die diesen (nicht erlaubten) Schleichweg nutzen erhöhen nicht nur das innerstädtische Verkehrsaufkommen, sondern reduzieren auch die Restkapazität der B179 südlich der Dosierampel und somit die Anzahl der an der Dosierampel durchgelassenen Fahrzeuge. Um dies zu verhindern, ist es unerlässlich eine zusätzliche Dosierampel am Grenztunnel Füssen aufzustellen, damit auf österreichischer Seite der Grenze der Verkehr am Fließen gehalten wird. Als Stauraum für den von Norden ankommenden Transitverkehr soll die zweistreifige A7 genutzt werden. Aus Sicherheitsgründen kann hier der Pannenstreifen genutzt werden, während auf der B179 kein Durchkommen für Einsatzfahrzeuge möglich ist.
Von bayrischer Seite werden Grenzkontrollen durchgeführt, ohne die Stauauswirkungen auf Tiroler Seite zu bedenken. Warum müssen wir Tiroler auf die Auswirkungen einer Dosierampel am Grenztunnel Vils achten?
Die Rahmenbedingungen dafür haben sich mit den Abfahrverboten auf der A7 seit dem Frühjahr 2026 grundlegend geändert. Die angrenzenden Orte in Deutschland sollen durch die Abfahrverbote vor Ausweichverkehr geschützt werden. Somit sollte auch der Druck auf das Tannheimer Tal bzw. Vils massiv eingeschränkt werden und das Argument von Dr. Köll hat keine Gültigkeit mehr.
Ebenso fordert die Bürgerinitiative weiters die Verlegung der Dosierampel am Lermooser Tunnel in Fahrtrichtung Norden rund 800 m nach Süden (südlich der L71 nach Biberwier). Begründet wird dies mit der Dosiermöglichkeit bei geplanten und ungeplanten Tunnelsperren. Damit soll auch der Verkehr durch Biberwier, Lermoos, Ehrwald mithilfe der Dosierampel fließend gehalten werden (derzeit ist in diesen Fällen der Verkehr undosiert).
Die Bürgerinitiative fordert zudem, dass die Dosierung nicht an festgelegten Tagen, sondern abhängig von der Verkehrsstärke eingeschaltet wird. Wenn das Dosiersystem auf alle Grenzübergänge ausgeweitet würde, wäre kein zusätzliches Kontrollpersonal notwendig.
Zusammenfassend fordert die Bürgerinitiative
- eine Neubetrachtung bzw. Anpassung des Ausweichverkehres Vils /Tannheimer Tal unter Beachtung der 2026 eingeführten Abfahrverbote im Allgäu und damit verbunden die geforderte, zusätzliche Dosierampel am Grenztunnel Vils mit Dr. Köll.
- die Verlegung der Dosierampel am Lermooser Tunnel, in Fahrtrichtung Norden rund 800 Meter nach Süden (südlich der L71 nach Biberwier). Dies zum Schutz von Biberwier, Ehrwald und Lermoos
- die Dosierung an nicht festgelegten Tagen, sondern dass sie abhängig von der Verkehrs-stärke eingeschaltet wird.
Mit der Bitte um Rückantwort zu meinem Schreiben verbleibe ich mit
Grüßen aus dem Außerfern
Hans Dreier – für die Bürgerinitiative Lebensraum Gurgltal Außerfern Mieminger Plateau
Der Außerferner Mautgutschein
Leserbrief von Hans Dreier (28.5.2026)
In der letzten Ausgabe strahlen LH Mattle und Wirtschaftskammerobmann Strigl bei der Vorstellung der Außerfernförderung um die Wette. Eine 8 Jahre währende Wirtschaftsförderung soll die Außerferner Bevölkerung über die verhängte Maut hinwegtrösten und beruhigen. Betont Mattle nun, dass es keinen kausalen Zusammenhang zwischen der Bemautung und den nun dargestellten Gutscheinen gibt, haben die AußerfernerInnen diese erfundene Trickserei schon längst durchschaut. Jetzt ist man noch auf der Suche nach sogenannten Akzeptanzbetrieben die die Gutscheine annehmen. Hier Betriebe zu finden wird nicht schwer sein, denn jeder möchte ja schließlich ein Stück vom 2,5 Millionenkuchen. Aber Vorsicht, sollte, wie Mattle beruhigend erwähnt, die landeseigene Fernpassstraßen GmbH Akzeptanzbetrieb werden, wird bei den Außerferner Betrieben nicht viel ankommen von den sogenannten „Regionalgutscheinen“. Sie werden dann für das verwendet, für was sie gedacht waren, nämlich für die Maut. Mit einem Taschenspielertrick wird hier Geld im Kreis geschickt, bis es wieder da ankommt wo es herkommt? Wie schon der Name sagt, die „landeseigene“ Fernpassstraßengesellschaft GmbH wird den Hauptteil dieser Förderung auffressen. Eine weitere Beruhigungspille beim Thema Fernpasspaket, welche zur Augenauswischerei wird. In Wahrheit würde die Mautgesellschaft gefördert und nicht die Außerferner Wirtschafts-treibenden. Man kann darauf warten, bis sich die Wirtschaftskammer gegen das Ansinnen von LH Mattle erfolgreich wehren wird. Ein Schnellschuss vom Landeshauptmann? In Wahrheit wird deswegen der Gutschein nicht für die Maut verwendet werden dürfen und LH Mattle wird zurückrudern müssen. Der Bezirk Reutte wird zukünftig, wenn nicht unbedingt notwendig, wegen der Maut von Bewohnern der anderen Bezirke gemieden werden und die anderen Tiroler Wirtschaftsbezirke schauen ohnehin durch die Finger, denn sie bekommen keinen Ausgleich für irgendwelche Benachteiligungen. Wo bleibt der Aufschrei von WK-Präsidentin Thaler gegen diese Ungerechtigkeit. Beruhigen wird dieses durchsichtige Spiel die Außerferner Bevölkerung nicht.
Hans Dreier, Weißenbach
Wir sind erfahren, verlässlich sowie fokussiert auf gute Ergebnisse und wissen es zu schätzen, mit großartigen Kunden zusammenzuarbeiten.